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Die ersten Mahlzeiten sind für ein Baby eine völlig neue Erfahrung. Neue Geschmäcker, Konsistenzen und Gerüche – und häufig deutlich mehr Essen auf dem Lätzchen, dem Tisch und dem Boden als im Mund.
Mit der Einführung der Beikost stellt sich für Eltern auch eine neue Frage: Was brauchen wir eigentlich für die ersten Mahlzeiten?
Die Auswahl an Kindertellern, Schüsseln, Löffeln, Bechern und Lätzchen ist groß. Für den Anfang brauchen Sie jedoch nicht alles auf einmal. Viel wichtiger ist es, einige Produkte auszuwählen, die zum Alter des Kindes passen, für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet und praktisch genug für den täglichen Gebrauch sind.
Bei Mimelo betrachten wir Esslernprodukte vor allem aus der Perspektive des Familienalltags: Wie einfach lassen sie sich verwenden und reinigen und unterstützen sie das Kind dabei, nach und nach selbstständiger zu essen?
Mit der Beikost wird üblicherweise etwa ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat begonnen, wenn das Baby entwicklungsbedingt bereit für seine ersten Mahlzeiten ist. Die Einführung erfolgt schrittweise – von den ersten Geschmäckern und geeigneten Konsistenzen bis hin zu einer immer abwechslungsreicheren Ernährung.
Bei den ersten Mahlzeiten geht es jedoch nicht nur darum, neue Geschmäcker kennenzulernen. Das Kind lernt dabei nach und nach auch, während einer Mahlzeit zu sitzen, Lebensmittel und Besteck zu greifen, aus einem Becher zu trinken und immer selbstständiger am Essen teilzunehmen.
Gut ausgewählte Ausstattung kann diese ersten Mahlzeiten deshalb deutlich erleichtern – für das Kind ebenso wie für die Eltern.
Für den Anfang reichen meist ein Löffel, eine kleine Schüssel oder ein Teller, ein Becher und ein praktisches Lätzchen. Sobald das Kind häufiger selbst nach Lebensmitteln greift und beim Essen selbstständiger wird, können Sie die Ausstattung schrittweise ergänzen.
Statt gleich ein großes Set zu kaufen, lohnt es sich zunächst zu überlegen, was Sie tatsächlich bei jeder Mahlzeit verwenden werden.
Ein Löffel gehört meist zu den ersten Besteckteilen, die ein Baby kennenlernt.
Für die ersten Mahlzeiten eignet sich ein kleiner Löffel, dessen Form und Größe auf den Mund eines Babys abgestimmt sind. Sobald das Kind beginnt, ihn selbst zu greifen, wird auch der Griff wichtig – er sollte kurz genug und für kleine Hände gut zu halten sein.
Anfangs werden wahrscheinlich vor allem Sie Ihr Kind füttern. Das Interesse daran, selbst zu entdecken, kann jedoch schnell wachsen. Deshalb können zwei Löffel bei einer Mahlzeit durchaus praktisch sein: einer für die Eltern und einer für den kleinen Entdecker.
Für die ersten breiigen Mahlzeiten ist eine kleine Schüssel häufig besonders praktisch, da sich die Nahrung leichter mit dem Löffel aufnehmen lässt. Sobald das Kind abwechslungsreicher isst und einzelne Stücke selbst greift, werden auch Teller zunehmend nützlich.
Ein unterteilter Teller kann später sinnvoll sein, wenn Sie verschiedene Lebensmittel getrennt anbieten und dem Kind ermöglichen möchten, unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen zu entdecken. Der erste Teller muss jedoch nicht kompliziert sein. Wichtiger sind Stabilität, eine passende Größe und eine einfache Reinigung.
Ein Saugnapf kann dazu beitragen, dass Teller oder Schüssel während der Mahlzeit auf einer glatten Oberfläche stabiler stehen. Das ist besonders praktisch, wenn das Kind beginnt, selbst nach Lebensmitteln zu greifen und alles vor sich zu erkunden.
Natürlich bedeutet ein Saugnapf nicht, dass plötzlich nichts mehr daneben geht. Babys sind in dieser Hinsicht ausgesprochen erfinderisch. Er kann jedoch verhindern, dass das Geschirr ständig über den Tisch rutscht, und dem Kind das Greifen von Lebensmitteln oder den Umgang mit dem Löffel erleichtern.
Mit den ersten Mahlzeiten beginnt auch das schrittweise Kennenlernen des Trinkens aus einem Becher. Zur Auswahl stehen offene Becher, Modelle mit Griffen, Trinklernbecher mit Aufsatz und verschiedene Übergangsvarianten. Nicht jedes Modell passt gleichermaßen zu jedem Kind.
Für die ersten Versuche ist vor allem wichtig, dass der Becher klein und leicht genug ist, damit das Kind ihn nach und nach selbst halten kann.
Ein offener Becher ermöglicht es dem Kind, eine andere Art des Trinkens zu erlernen. Modelle mit Griffen oder Aufsätzen können dagegen in bestimmten Phasen und besonders unterwegs praktisch sein.
Statt nach dem einen „perfekten“ Becher zu suchen, überlegen Sie lieber, wo und wie Sie ihn verwenden werden.
Bei den ersten Mahlzeiten ist eines nahezu garantiert: Es wird gekleckert.
Ein gutes Lätzchen gehört deshalb schnell zu den am häufigsten verwendeten Esslernprodukten. Praktisch sind Modelle, die sich schnell abwischen oder waschen lassen und über eine Auffangtasche für herunterfallendes Essen verfügen. Darin landet zumindest ein Teil dessen, was sonst auf dem Schoß oder Boden enden würde.
Achten Sie auch auf den Verschluss und darauf, ob sich das Lätzchen am Hals verstellen lässt. Wenn Sie dasselbe Modell über einen längeren Zeitraum verwenden möchten, ist eine Anpassung an das Wachstum des Kindes hilfreich. Bei diesem Produkt zeigt sich oft schon nach wenigen Mahlzeiten, wie wichtig praktische Details tatsächlich sind.
Silikon ist bei Kindergeschirr vor allem aufgrund seiner praktischen Eigenschaften beliebt. Es ist weich und leicht, zerbricht beim Herunterfallen nicht und lässt sich in der Regel einfach reinigen – ein Vorteil, der bei den ersten Mahlzeiten schnell wichtig wird.
Neben Form und Funktionalität lohnt es sich, auf die Qualität des Materials und seine Eignung für den Kontakt mit Lebensmitteln zu achten. Produkte, die für die Ernährung von Kindern vorgesehen sind, müssen aus Materialien bestehen, die für den vorgesehenen Gebrauch sicher sind und die geltenden europäischen Anforderungen an Lebensmittelkontaktmaterialien erfüllen.
Bei Mimelo achten wir bei der Auswahl von Esslernprodukten deshalb nicht nur auf Design und Alltagstauglichkeit, sondern auch auf Materialien, ihren vorgesehenen Verwendungszweck und die entsprechende Dokumentation der Hersteller.
Sobald die ersten Mahlzeiten zum Alltag gehören, folgt meist schon bald die erste Mahlzeit außer Haus. Dann werden Produkte praktisch, die Sie zu Hause vielleicht gar nicht benötigen: Flaschen, Aufbewahrungsbehälter, Thermobehälter und Besteck, das sich einfach mitnehmen lässt.
Ein Thermobehälter ist beispielsweise praktisch, wenn vorbereitete Speisen länger warm oder kalt bleiben sollen. Achten Sie bei der Auswahl auf das Fassungsvermögen, den Verschluss und insbesondere auf die Herstellerangaben zur Temperaturhaltung und Verwendung.
Für kürzere Ausflüge reicht häufig bereits ein kleiner Behälter, der zuverlässig schließt. Für die Ausstattung unterwegs gilt eine einfache Regel: Wählen Sie Produkte, die sich schnell einpacken, sicher verschließen und einfach reinigen lassen.
Bei den ersten Mahlzeiten ist nicht entscheidend, wie schnell das Kind beginnt, selbstständig zu essen. Manche Kinder greifen schon früh neugierig nach Lebensmitteln und Löffel, andere brauchen beim Essen länger Unterstützung. Wichtig ist, dass das Kind Lebensmittel in seinem eigenen Tempo entdecken kann und dabei seine Hunger- und Sättigungssignale berücksichtigt werden.
Auch passende Ausstattung kann dabei unterstützen. Ein Löffel, den kleine Hände gut greifen können, eine stabile Schüssel und ein leichter Becher ermöglichen es dem Kind, sich schrittweise stärker an der Mahlzeit zu beteiligen und immer mehr selbst auszuprobieren.
Anfangs landet der Löffel vielleicht häufiger auf dem Boden als im Mund. Schon einige Wochen später kann das Kind ganz anders damit umgehen. Selbstständiges Essen entwickelt sich Schritt für Schritt – gemeinsam mit dem Kind.
Neben dem Entdecken neuer Geschmäcker ist bei den ersten Mahlzeiten auch eine sichere Umgebung wichtig. Konsistenz, Form und Größe der Lebensmittel sollten immer an das Alter und die Entwicklungsfähigkeiten des Kindes angepasst werden. Während der Mahlzeit sollte das Kind in einer geeigneten Position sitzen und durchgehend von einer erwachsenen Person beaufsichtigt werden.
Mit zunehmender Entwicklung kann das Kind schrittweise verschiedene Konsistenzen und immer abwechslungsreichere Mahlzeiten kennenlernen. Besondere Vorsicht gilt bei Lebensmitteln und Formen, die ein höheres Verschluckungs- oder Erstickungsrisiko darstellen. Sie sollten entsprechend der Entwicklungsstufe des Kindes zubereitet werden.
Bei besonderen Ernährungsbedürfnissen, Allergien oder Schwierigkeiten beim Essen sowie bei Unsicherheiten zur Einführung einzelner Lebensmittel sollten Sie sich an den Kinderarzt oder eine andere entsprechend qualifizierte medizinische Fachperson wenden.
Für den Anfang würde ich es auf folgende Dinge beschränken:
Alles Weitere können Sie ergänzen, sobald Sie wissen, wie die Mahlzeiten in Ihrem Familienalltag tatsächlich aussehen.
Die Einführung der Beikost ist nicht nur der Moment, in dem zur Milch die ersten Mahlzeiten hinzukommen. Für das Kind beginnt damit eine völlig neue Art, die Welt zu entdecken – über Geschmack, Berührung, Geruch und zunehmende Selbstständigkeit.
Deshalb geht es auch bei der Auswahl von Produkten für Füttern & Essen nicht darum, alles zu besitzen. Wichtiger ist es, Produkte auszuwählen, die zur Entwicklungsstufe des Kindes und zum Alltag Ihrer Familie am Esstisch passen.
Ein guter Löffel, eine stabile Schüssel, ein passender Becher und ein praktisches Lätzchen werden vielleicht nicht verhindern, dass die Karotte auf dem Boden landet. Sie können die ersten Mahlzeiten aber etwas einfacher machen – und mehr Raum für das Wesentliche lassen: dass das Kind Lebensmittel in seinem eigenen Tempo kennenlernen kann.